Heiratsstrafe abschaffen – jetzt oder nie!

Die Heiratsstrafe muss weg. Das haben die Delegierten der FDP heute unmissverständlich klargemacht.

Foto: André Springer

Wer den Bund fürs Leben schliesst, zahlt heute höhere Steuern als unverheiratete Paare mit gleichem Einkommen. Das ist unfair – und es widerspricht der Bundesverfassung. Die breit abgestützte Individualbesteuerung schafft endlich Gerechtigkeit und entlastet die Menschen um 600 Millionen Franken pro Jahr. FDP-Co-Präsidentin Susanne Vincenz-Stauffacher: «Der überdeutliche Entscheid unserer Delegierten gibt die Richtung vor: Wer arbeitet, soll nicht bestraft werden – und schon gar nicht wegen der Ehe. Die Heiratsstrafe gehört endlich abgeschafft

Arbeit soll sich lohnen.

Mit der Individualbesteuerung lohnt sich Arbeit für alle. Vor allem Zweitverdienende, das sind in der Praxis meist Frauen, profitieren von dieser überfälligen Reform. Die Individualbesteuerung setzt Erwerbsanreize, stärkt die finanzielle Unabhängigkeit der Ehepartner und passt das Steuersystem an die heutige Lebensrealität an.

Vor allem aber entlastet die Reform den Mittelstand. Rund die Hälfte der Haushalte zahlt weniger Steuern, bei einem Drittel ändert sich nichts. Nur eine kleine Minderheit – Einverdienerpaare mit sehr hohem Einkommen, die bislang von einem Steuerbonus profitierten – zahlt moderat mehr. Langfristig nimmt dieser Anteil rasant ab, da immer mehr Eheleute beide im Berufsleben stehen.

Liebe gewinnt!

Heute verzichten viele Paare auf eine Heirat, weil sie finanziell deutlich schlechter fahren. Fällt die Heiratsstrafe weg, wird die Ehe wieder attraktiver. Insbesondere Familien, die Ende Monat oftmals rechnen müssen, profitieren von den Steuererleichterungen. «Die Bevölkerung will diese Reform. Endlich hat die Politik eine mehrheitsfähige Lösung gefunden. Wenn wir die Heiratsstrafe jetzt nicht abschaffen, dann nie.», so Vincenz-Stauffacher.

Faule Ausreden…

Die FDP anerkennt durchaus, dass diese wichtige Reform mit einem einmaligen Umstellungsaufwand einhergeht. «Danach wird das Steuersystem einfacher und der bürokratische Aufwand nimmt ab.» sagt Bettina Balmer, Präsidentin der FDP-Frauen. Das Bürokratieargument greife nicht. Zudem sei es ziemlich durchsichtig, fügt die Zürcher Nationalrätin an: «Bereits die Gegner des Frauenstimmrechts argumentierten damals mit zusätzlichem Aufwand und mehr Couverts.»

Der Abstimmungskampf läuft heiss. Und die FDP ist bereit! Am 8. März schaffen wir gemeinsam die Heiratsstrafe ab. Im Interesse von Familien, Frauen, Männern und der ganzen Gesellschaft.

FDP-Parolen für den 8. März 2026

  • Die FDP-Delegierten sagen einstimmig Nein zum schädlichen Klima-Schuldenfonds (Klimafonds-Initiative).
  • Die FDP-Delegierten lehnen die Volksinitiative «200 Franken sind genug! (SRG-Initiative)» ab (134 Nein, 104 Ja, 13 Enthaltungen).
  • Bereits gestern fasste die Parteipräsidentenkonferenz einstimmig die Nein-Parole zur Volksinitiative «Ja zu einer unabhängigen, freien Schweizer Währung mit Münzen oder Banknoten (Bargeld ist Freiheit)» und sagte einstimmig Ja zum direkten Gegenentwurf.

Bereits gestern fasste die Parteipräsidentenkonferenz einstimmig die Nein-Parole zur Volksinitiative «Ja zu einer unabhängigen, freien Schweizer Währung mit Münzen oder Banknoten (Bargeld ist Freiheit)» und sagte einstimmig Ja zum direkten Gegenentwurf.