Die Schweiz verfügt über eine der tiefsten Schwangerschaftsabbruchraten Europas. Jährlich sind es sieben von tausend Frauen, die zwischen 2002 und 2010 abtreiben mussten. Bei den unter 20-Jährigen hat diese Zahl sogar abgenommen.
Ein unsinniger Angriff auf die bewährte Fristenregelung
Christlich-konservative Kreise möchten nun mit der Initiative „Abtreibungsfinanzierung ist Privatsache" erreichen, dass Schwangerschaftsabbrüche nicht mehr durch die Grundversicherung der Krankenkasse gedeckt sind. Stattdessen sollen Frauen einen Abbruch selber bezahlen oder eine Zusatzversicherung abschliessen.
Die Kostenübernahme eines Schwangerschaftsabbruches durch die obligatorische Grundversicherung war fester Bestandteil der Abstimmungsvorlage zur Fristenregelung, zu der sich das Volk 2002 klar geäussert hat. Entscheidend für einen Abbruchentscheid sollten nicht finanzielle Überlegungen sein. Die Abschaffung der Kostenübernahme würde somit auch die Fristenregelung in Frage stellen.
Weder weniger Kosten noch weniger Schwangerschaftsabbrüche
Die durch die Eingriffe entstehenden Kosten belaufen sich auf knapp 8 Millionen Franken jährlich, was 0.03 Prozent aller Kosten der obligatorischen Krankenversicherung ausmacht. Statt Kosten zu sparen, entlässt die Initiative Männer aus ihrer finanziellen Verantwortung und trägt nicht zur Senkung der Abbruchraten bei. Ein breites Komitee von FDP-Mitgliedern setzt sich deshalb entschieden gegen diese unsinnige Initiative ein – aus Liebe zur Schweiz.
Kampagnen-Start zum Crowdfunding Day
Heute findet der nationale Crowdfunding-Tag statt. Bereits mit einer Spende von 15 Franken kann die Kampagne gegen den Angriff auf die Fristenregelung wirkungsvoll unterstützt werden. Unter folgenden Links finden sich die Projekte:
http://www.100-days.net/de/projekt/kampagnen-flyer
http://www.100-days.net/de/projekt/kampagnen-sticker
http://www.100-days.net/de/projekt/kampagnen-kleinplakate